Warum Schach
Warum Schach

Schach ist eine Lebensschule, denn dieses Königsspiel ist zutiefst lebensnah und symbolisiert, was uns im Leben widerfährt.

game102711_1_galleryAnders als andere Spiele fördert Schach den Geist, denn alle Züge sind Resultat eigener Anstrengung. Glück ist dabei Fehlanzeige. Schach ist eine Schule des Denkens und leistet einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung unserer Kinder. Johann Wolfgang von Goethe nannte es den „Probierstein unseres Gehirns“. Es ist nicht nur ein interessantes Hobby, sondern hat viele positive Einflüsse auf die geistige, soziale, emotionale und schulische Entwicklung der Kinder, was von zahlreichen Studien belegt wird. Die Kinder üben beim Schach auf spielerische Art und Weise, wie Sie mit Herausforderungen im Leben konstruktiv umgehen können. Neben dem Spielspass kann Ihr Kind daher von zahlreichen, wissenschaftlich erwiesenen Kompetenzgewinnen – auch schon bei Kindern im Vorschulalter – profitieren. Untersuchungen an Schulen liessen erkennen, dass Jungen und Mädchen durch methodisch gelehrte Schachausübung Kompetenzen entwickeln, die durch andere Bildungsangebote nicht in diesem Ausmass, nicht in vergleichbarer Geschwindigkeit und mit ähnlicher Intensität angeeignet werden können.

« Schach ist die spielerische Antwort auf Pisa. »

— Robert von Weizsäcker, Präsident des Deutschen Schachbundes

Wir bieten:

  1. Konzentrationstraining
  2. Intellektuelle Förderung
  3. Stärkung des Selbstvertrauens
  4. Persönliches Wachstum
  5. Spannung und Spiel

Drei Argumente für Kinderschach

1. Schach macht schlau und aufmerksam!

Die positive Wirkung von Schachtraining auf die Intelligenz von Kindern und Jugendlichen ist vielfach belegt und reicht von der Erhöhung kognitiver und sprachlicher Fähigkeiten über eine stärkere Leistungsmotivation bis zu verbessertem Wahrnehmungsvermögen und stärkerer Sozialkompetenz. Anders als vielleicht erwartet, ist Schach kein Spiel, das sich an überdurchschnittlich begabte Kinder richtet. Insbesondere auch benachteiligte und durchschnittlich begabte Kinder erleben durch das regelmässige Spielen einen beträchtlichen Zuwachs ihres intellektuellen Potentials. Zu erklären lässt sich dieser allgemeine Schub aus dem Effekt der Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Die Kinder lernen, sich auf das Spiel zu konzentrieren und störende Einflüsse auszublenden. Sie lernen, auch unter Zeitdruck und Stress einen klaren Kopf zu behalten und die verschiedenartigen Herausforderungen auf dem Brett mit zunehmend vernetztem Denken zu meistern. Diese Eigenschaften bilden die Basis für eine erhöhte Aufnahme jeglichen vermittelten Schulstoffes. Schach trainiert auf spielerische Art und Weise wichtige Fähigkeiten, die in unserer modernen Welt von grosser Bedeutung sind. Reizüberflutung und Informationsvielfalt können nur durch gutes Konzentrationsvermögen bewältigt werden. Die Konzentrationsfähigkeit ist die Basis für gezielte Lernerfolge in schulischen und später auch beruflichen Bereichen. Schachspielen lehrt uns, die Aufmerksamkeit ganz auf die vorliegende Aufgabe zu richten und störende Einflüsse auszublenden. Aktuelle Studien und Beobachtungen weisen verstärkt darauf hin, dass Schach den Symptomen von Aufmerksamkeitsstörungen entgegenwirkt und damit als ideale Fördermöglichkeit im Zusammenhang mit hyperaktiven, unkonzentrierten Kindern ins Zentrum rückt.

2. Schach macht stark und selbstbewusst!

Neben den intellektuellen Auswirkungen hilft Schach den Kindern auch, sich in sozialen Alltagssituationen besser zurechtzufinden. Schon erste Erfolge im Spiel und das Lösen von Problemen stärken das Selbstvertrauen der Kinder. Gleichzeitig lernen sie, mit Niederlagen umzugehen und Verantwortung für die eigenen Züge zu übernehmen. Mehr und mehr erfahren sie, sich in die Absichten und Pläne der Gegner hineinzuversetzen und diese in die eigenen Überlegungen zu integrieren. Durch den Umgang mit Zeitnot, unliebsamen Überraschungen, Auseinandersetzungen mit eigenen Fehlern (Selbstwirksamkeit) wird die psychische Stabilität der Kinder trainiert und eine erfolgreiche Anpassung und Selbstbehauptung im täglichen Leben bewirkt. Spielerisch wird die Anstrengungsbereitschaft der Kinder gefördert und der Kampf- und Siegeswillen gestärkt. Die Kinder erleben, wie ein fairer sportlicher Zweikampf funktioniert und aus den “Gegnern” auf dem Feld entstehen nicht selten tiefe Freundschaften für Leben.

3. Schach macht Spass!

Schach zieht jeden Spieler sofort in seinen Bann: Kaum ist das Schachbrett aufgebaut und der erste Zug getan, beginnt die Magie zu wirken: Vor den Kindern liegt ein ganzer Ozean voller aufregender Geschichten. Sie werden zum Bauern oder zum König und schlüpfen in die Figuren, um Freud und Leid mit ihnen zu teilen. Die spannenden Figuren und intensiven Kämpfe um Sieg und Niederlage wecken den Abenteuergeist der Kinder, ihre Phantasie wird angeregt und lässt die Kinder nicht mehr los. An Spannung schlägt Schach jedes Computerspiel!


Neue Studie zum Thema „Schach als Medizin“

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Schach ein wirksames Heilmittel gegen ADS zu sein scheint. Mehr Infos zu dieser Studie finden Sie unter: http://www.chessbase.de/nachrichten.asp?newsid=13142

Allgemeine, studienübergreifende Ergebnisse

Weltweite Schulschach-Projekte und Durchbruchsstudien, die unter denkbar unterschiedlichen Bedingungen, unter Beizug von Intelligenz-, Verhaltens- und Leistungstests, durchgeführt wurden, weisen auf gemeinsame Ergebnisse hin. Auf der intellektuellen Ebene lassen sich im Zusammenzug verschiedener Ergebnisse folgende Kompetenzgewinne nachweisen:

  • bessere mathematische Fähigkeiten und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Verbesserung kognitiver Fähigkeiten (abstraktes, logisches und analytisches Denken)
  • kritisches Denken, höhere Problemlösungsfreude
  • höhere sprachliche Fähigkeiten, z.B. Lese- und Sprachverständnis
  • erhöhtes Wahrnehmungs- und Konzentrationsvermögen

Über viele Studien hinweg zeigt sich ein genereller Schulnotenschub bei den Kindern. Besonders auffällig war dieser häufig bei leistungsschwachen Schülern. Diese profitieren vom Schach im Verhältnis deutlich mehr als leistungsstarke Schüler. Über die intellektuellen Fähigkeiten hinaus zeigt sich in diversen Studien (darunter auch eine Schweizer Studie), dass durch Kinderschach auch ein zahlreiche Persönlichkeitskomponenten entwickelt werden kann. Besonders erwähnenswert sind Elemente wie Konzentriertheit, Geduld, Beharrlichkeit, emotionale Stabilität, Risikofreudigkeit, Objektivität, Selbstsicherheit, Leistungsmotivation, Durchsetzungskraft und emotionale Ausgewogenheit. Ähnlich wie bei den intellektuellen Fähigkeiten, profitieren bei der Steigerung der sozialen und Persönlichkeitskomponenten auch Kinder, welche in ihrem Alltag eher benachteiligt und auffällig sind. Sie werden im besonderen Masse durch den Aufbau an Selbstvertrauen und sozialer Kompetenz gestärkt. Eine Studie aus den USA zeigt sogar, dass Kindern mit aggressiver Tendenz durch Schachunterricht geholfen wurde, ihre zerstörerischen Gewaltimpulse zu kontrollieren.

Zwei Beispiele aktueller Kinderschach-Studien im Überblick

Als eine der neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen im Bereich Schulschach ist die vierjährige Langzeitstudie der Universität Trier zu erwähnen. In dieser Studie wurde nachgewiesen, dass Schach als Schulfach die Leistungen von Grundschülern hebt. Danach verbessert bereits eine Stunde Schach pro Woche die Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit der Schüler und steigert ihre Leistungsmotivation. Davon profitierten sowohl die Leistungen in Mathematik, als auch in Deutsch. Über einen signifikanten Intelligenzanstieg hinaus stiegen auch die Werte beim sozialen Erleben deutlich. Für mehr Informationen über die Ergebnisse: Schulschachuntersuchung Trier.ppt Eine über 4 Jahre laufende Studie an der New York City School (NYCHESS-Programm) zeigte folgende qualitativen Ergebnisse:

  • Schach weckt in jungen Spielern einen Sinn für Selbstsicherheit und Selbstwert
  • Schach verbessert erheblich die Fähigkeiten, rational zu denken
  • Schach steigert die kognitiven Fähigkeiten und führt zu höheren Noten
  • Schach fördert Teamgeist, während es die Fähigkeiten des individuellen Spielers bestärkt
  • Schach lehrt den Wert harter Arbeit, Konzentration und Verpflichtung
  • Schach lässt ein Kind erkennen, dass es verantwortlich für seine eigenen Aktionen ist und ihre Konsequenzen akzeptieren muss
  • Die Kinder versuchen ihr Bestes, zu gewinnen und Niederlagen mit Anstand zu ertragen
  • Mädchen und Jungen können nach einem nicht-bedrohlichen, sozial akzeptablen Plan wetteifern
  • Schach hilft Kindern, leichter Freunde zu finden, weil es ein einfaches, sicheres Forum für Zusammenkunft und Diskussion bedeutet
  • Schach gibt Kindern durch Wettbewerb ein klares Zeichen ihrer erbrachten Leistungen

Fazit

Die Vielzahl an Untersuchungsbefunden beweist, dass kontinuierliches Schach die Entwicklung eines breiten Spektrums an intellektuellen und sozialen Fähigkeiten der Kinder unterstützt. Die gewonnenen Verhaltenspotenzen werden nicht nur gebraucht, um im Schach an Spielstärke zu gewinnen, sondern auch, um in analogen Lebenssituationen zu bestehen und das Gelernte erfolgreich umzusetzen. Damit lohnt es sich, das Schachspiel nicht nur für spezielle, sondern vorrangig für allgemeine Entwicklungsziele bei Kindern einzusetzen. Gerne informieren wir Sie über Literatur zu diesem Thema.